LIEBES  TAGEBUCH

Es war ja nicht alles schlecht!!!


wenn Regen...dann richtig
Es war einmal in einer garnicht allzufernen Verganganheit (im Vergleich zu der Zeit die ich schon hier bin). Am Horizont sah man schon die Blitze zucken, und der Himmel verdunkelte sich immer mehr. Ich war in meiner Wohnung als es anfing, wahnsinnig laut zu klackern. Es waren Hagelkörner, welche auf unsere Lüftungsanlage und die Blechabdeckungen der um jeden Innenhof stehenden Mauern schäpperten. Der Hagel ging nach einer Weile in Regen über und der Wind frischte erheblich auf. Ich begab mich zur Dachtür um eventuell ein paar Blitze mit der Kamera zu erwischen. Das ganze Schauspiel dauerte so eine halbe Stunde und war genauso schlagartig vorbei wie es gekommen war. Ich beschloss mich jetzt mal einen Rundgang zu machen. Es war herrlich, diese frische staubfreie Luft zu atmen. Leider gab der Akku recht früh den Geist auf so das ich nicht alles dokumentieren konnte was ich wollte. Andererseits wäre ich eh nicht überall hingekommen, bei solch reißenden Wassermassen die durch Parand strömten.
Parand /Dienstag; 05.06.2207

kurz geschüttelt...nicht gerührt
WAS war das denn eben...?? Ungefähr das schoss mir gestern durch den Kopf. Ich war gerade in meiner Wohnung angekommen den Rucksack in die Ecke gestellt, die Lüftungsanlage, die wie immer ausgeschaltet war, wieder eingeschaltet. Stufe eins...hmmm nene das reicht einfach nicht also Stufe zwei gedrückt und dann für einen Moment in den Luftstrom stellen. Das tut gut. Jetzt schnell ins Bad. Nach einen anstregenden Tag hat man ja auch Bedürfnisse. Eben noch die Hände gewaschen und plötzlich passierte es!! Parand, erreichten die Ausläufer eines Erdbebens nahe der Stadt "Qom" und wer weis wo noch, bebte für zwei kurze Augenblicke. Nach dem ersten mal dachte ich mir noch nichts dabei, das zweit Rütteln kam kurz darauf. In dem Moment realisierte ich was passiert war. So, was macht man jetzt...warten ob noch mehr kommt oder so weitermachen als wenn nichts war. Mir gingen hunderte Gedanken gleichzeitig durch den Kopf. Sowas kenne ich bis jetzt nur aus dem Fernsehen, das ist dann weit weg von mir, aber jetzt war ich dabei. Das etwas gewesen war lies sich nicht bestreiten denn aus dem Wasserhahn kamen nur noch ein paar restliche Tropfen. Der Strom war zu meiner Überraschung noch vorhanden. Ja so ist das hier, es gibt immer wieder etwas Neues in unserer Erlebniss Stadt "Parand". Was werden wir hier noch alles für Abenteuer erleben, welchen Aufgaben werden wir uns noch Stellen müssen...das alles wissen wir noch nicht, aber wir werden es erfahren!!
Parand /Montag; 18.06.2007

Ich werde beobachtet
Sachen gibt es die glaubt man einfach nicht. Es war seit langen mal wieder ruhig. Ich konnte das ganze Abendprogramm bis um ein Uhr morgens uneingeschränkt nutzen. Doch irgendwann muß man sich schlafen legen um den nächsten Tag zu überstehen. Der Wecker klingelt, ich räckel mich langsam aber sicher aus meinen Bettchen, gehe gewohnheitlich zum Fernseher, schalte "VIVA Polska" ein um meine morgendliche Dosis Musik beim Duschen zu bekommen. Doch was ist das...verwundert schallte ich jeden Sender durch der mir einfällt. NICHTS einfach nichts zu machen! Ich bekomme keinen Sender mehr. Der erste Gedanke ist "OK, es muß in der Nacht geregnet haben und die Schüssel hat sich verstellt". Als ich zum Feierabend auf das Dach ging, konnte ich es nicht glauben was ich da sah. Was treibt jemanden dazu sich an einer wehrlosen Satelitenschüssel zu vergreifen? Nachdem ich um ein Uhr morgens alle Lichter ausgeschaltet hatte und ins Bett gegangen war muß es passiert sein. Mr. X schlich sich an sein Opfer ran und schnitt skrupellos die Kabel durch und entfernte das Herzstück, das LMB. Fazit: drei Tage kein Fernsehen und die Schüssel steht jetzt vandalismus Sicher bei meinen OberMieter auf dem Balkon.
Parand /Mittwoch; 13.06.2007

„Hello Mr. Siemens!!!“
Neue Wohnung, und nur Stress. Man hat es wirklich nicht einfach wenn man in einer Spielstrasse wohnt. Mo, unser Fahrer, setzt uns jeden Tag vor der Tür ab... wir steigen aus und hören schon das gekicher der spielenden Kinder. Wir haben aufgehört zu zählen wieviele es sind die in unserer Strasse spielen. Es ist eine neue Form von Klingelterror. Wer kennt das nicht....es klingelt an der Tür, man geht ran und keiner ist mehr da oder man hört das hämische Worte "Klingelstreich". Doch hier wächst eine ganz neue Generation von Kindern heran, sie habe die Taktik geändert um uns zu verwirren. Sie treten im Rudel auf und wollen erwischt werden! Es ist Sinnlos das Klingel zu ignorieren und zu Glauben, das es Sie langweilt. Ganz im Gegenteil, dadurch wird es nur noch schlimmer. Ich hielt es nicht mehr aus und öffnete die Tür, da standen sie wie die Orgelpfeifen. Von Groß über Mittel bis Klein. Mit einen Grinsen bis über beide Ohren, Sie hatten es geschafft. Mein Entschluss Stand fest, die Klingel mußte für immer schweigen. Ein Multitool ist schon eine nützliche Sache. Ich klemmte eine Ader nach der anderen ab und ich wußte das ich jetzt Ruhe haben werde. Nun Stand es Eins zu Null für uns. Die Ruhe, hatten ich und mein OberMieter im wahrsten Sinne des Wortes. Wir sollten noch erfahren was es heißt zur Halbzeit in Führung zu liegen. In der Pause dachten sich unsere Gegenspieler eine neue Taktik aus. Es vergingen zwei Tage bis sie wieder zuschlagen sollten. Es war an einen friedlichen Feierabend, wir saßen nichts ahnend beim Abendessen als plötzlich alles dunkel wurde. Wir gingen nach ca. fünf Minuten ins Treppenhaus und sahen das überall Licht brannte außer bei uns. Hmmm....jor naja ist ja nicht das erstemal das Strom wech ist. Also gingen wir zurück in die Zimmer und habe die Zeit ausgesessen. Wir staunen nicht schlecht als nach dreißig Minuten der Strom wieder da war. Die Nacht verging, der Morgen kam. Mir ging es nicht aus dem Kopf das NUR wir kein Strom gehabt haben sollen. Unterbewusst bereitete ich mich wohl schon darauf vor, falls es heute wieder passieren sollte. Es war unglaublich...wieder beim Abendessen ging das Licht aus, und bei mir setzte blitzartig ein Reflex ein. Ich rannte zeilsträbig zur Tür durch das Treppenhaus auf die Straße. Da waren sie wieder! Sie hatten zum unentschieden ausgeglichen. Zu meiner Verwunderung sind die Hauptsicherungen für unsere Wohnungen für jederman oder besser jedes Kind zugänglich. Diese Tatsache nutzen sie Schamlos aus und drehten uns den Strom ab. Wir konnten es beide nicht wirklich begreifen, was wird als nächstes Kommen?
Parand /Montag; 11.06.2007

eeh, Du kummst hier net rein...
Der Tag begann wie alle anderen Tage auch, doch heute sollte alles anders kommen. Erstmal aufstehen, duschen, dann warten bis es an der Tür klingelt und zu Mo ins Auto steigen. Wir fuhren wie jeden morgen, mit gefühlten 180km/h, zur Baustelle. Ein Tag zuvor erfuhren wir das heute hoher Besuch anstehen würde. Die letzten fünfhundert Meter zur Anlage sahen wir das es ernst werden sollte. Der Präsident Mahmud Ahmadinedschad kommt. Vor dem hermetisch abgeschirmten Kraftwerksgelände warteten schon "hunderte" Gärtner darauf ihrer Arbeit weiter nachgehen zu können. Aber denkste, selbst wir wurden abgewiesen. Was soll man da lange diskutieren, also wieder rein ins Auto und geplant was man mit den angebrochenen Tag anstellen könnte. Spontan wurde der Beschluss gefasst zum Tontauben schießen zu fahren und danach zum shoppen nach Teheran. Auf dem Weg zum Schießplatz hatte ich das Bild meines letzten Besuchs vor Augen. Damals hatte der Rückstoß des doppelläufigen Gewehrs einen bleibenden Eindruck auf meinen Oberarm hinterlassen. Sowas wollte ich dieses mal vermeiden. Endlich angekommen wurden wir erstmal in die Warteschleife verwiesen, denn es war Wochenende und wir waren nicht die einzigen die auf diese Idee gekommen waren. Nach dreißig Minuten warten machte sich Unruhe breit und wir wurden ungeduldig. Die Aussage das es noch zirka eine Stunde dauert lies uns spontan aufbrechen. Es war Mittagszeit und die suche nach einen angemessenen Restaurant erwies sich als auch nicht so einfach wie es sich anhören mag. Nach einigen hin und hergefahre blieben wir bei der Iranischen Variante des KFC (Kentucky Fried Chicken) nämlich dem SFC hängen. Vollgefuttert ging es weiter, unser Konsumverlangen zu stillen. Rein in den "Highland" und dann in den "Afrika Supermarkt". Der Abend gestalltete sich etwas ruhiger und der Gedanke das morgen auch noch frei sein sollte hielt mich recht lange wach.
Parand /Donnerstag; 07.06.2007

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