GESCHICHTEN


RedBullAirRace
Wer RedBull hört denkt sofort auch gleich an Vodka. Das mag seine Gründe haben, aber hier ist es nicht der Fall. Unser Tag startete, nach einer seeehr kurzen Nacht, um neun Uhr Morgens mit einen lecker Brunch, im fünfundzwanzigsten Stock des "Grand Haptor". Der Ausblick war besser als ich mir erwartet hatte.

Auf dem Weg nach Abu Dhabi sahen wir ständig Autos am Strassenrand die einen Reifen gewechselt hatten, irgendwann haben wir aufgehört zu zählen. In dem Moment war unser Schatten verschwunden...einfach wech. Sollte ihn das gleiche Schicksal ereilt haben wie den anderen Autos zuvor!! Ja, dem war so. Mit Stop Uhr in der Hand spangen alle aus dem Auto, jeder wußte was zu tun war. Meine Aufgabe war es einfach nur alles zu beobachten. In Abu Dhabi erschien uns eine Sache sehr merkwürdig. Kein Taxifahrer der freiwillig anhalten wollte, ganz im Gegenteil. Nach schier entlosen suchen konnten wir ein Taxi entern. Es sollte nicht besser werden, denn das sehr gut durchdachte Straßensystem wußte genau wie man den Verkehr zum erliegen bringt. Man nehme eine Großveranstalltung und leitet den ganzen anfallenden Verkehr über EINE einzelne Brücke. Ein Traum für jeden der gerne im Stau steht. Endlich angekommen war unser Ziel der VIP- Bereich unser Ungarischen Freunde. Beziehungen sind alles!! Jemand kennt jemanden der jemanden kennt und der kennt dann einen von den Piloten, und schon ist man im VIP- Bereich. Die Piloten donnerten mit ihren Maschinen in den Parkour, die Kameras klickten. Jeder versuchte das beste Bild zu bekommen. Zum Schluss schaffte es unser Ungarische Favorit leider nur auf Platz vier. Der Heimweg war nicht weniger Aufregend wie die Anreise. Hunderte Meter lang war die Schlange an den Taxiständen, das problem war nur, auf der einzigen Brücke war immer noch Stau in beide Richtungen. Von einem Taxi noch weit und breit keine Spur. Ein Glück ich kann ausschlafen.
Freitag 11.04.2008


Shoot `Em Up
Es ist sieben Uhr dreißig Abends und ich habe mich mal wieder verfahren. Auf der Karte Straßenkarte sah alles so einfach aus. Ist es aber nicht. Nur noch eine halbe Stunde Zeit bis unser Paintball Match beginnen soll und wir sind Meilen davon entfernt. Um die ganze Sache noch spannender zu machen haben wir uns spontan entschlossen in einen Stau zu stellen. Mit einer Pünktlichkeit von dreißig Minuten Verspätung haben wir es dann doch noch geschafft. Das Match kann beginnen. Wir waren zwei Teams zu jeweils neun Mann. In der ersten Runde wurde meine blaue Gruppe nach und nach ausgeschaltet. Unsere Gegner haben aus allen Rohren geballert. Nächste Runde sollte es anders werden. Neuer Schlachtplan und zweier Gruppen sollten den Gegner vernichtend schlagen. Das Horn ertönte und wir rannten los. Ich ging in Deckung und hielt Ausschau nach dem Gegner. Stück für Stück rückten wir vor. Erste Feindberührung…. auf einmal flogen die Kugeln. Wir erwiderten das Feuer und konnten unserem Gegner die ersten Verluste beifügen. Unter Sperrfeuer rückten wir weiter vor. In meiner neuen Deckung kam ich mir nicht sehr sicher vor. Ich hörte und spürte wie die Kugeln gegen meine Deckung schlugen. Hier konnte ich nicht bleiben…mit der Waffe im Anschlag rannte ich los. Keiner feuerte auf mich, ich fühlte mich ungesehen. Das war ein grober Fehler der auch sofort geahndet werden sollte. Aus einer offenen Tür heraus, an der ich vorbei lief, wurde das Feuer aus zwei Rohren auf mich eröffnet. Mehrere direkte Volltreffer schlugen an meiner rechten Seite ein. Ein Indianer kennt keinen Schmerz heißt es doch so schön, aber ich bin kein Indianer!!! Mit erhobener Waffe ging ich zum Ausgang. Die Runde war trotz allem besser gelaufen, gleiche Verluste auf beiden Seiten. Zeit um Wunden zu lecken und nachzuladen. Die letzte Runde war die „Rambo- Runde“. Wer getroffen wurde braucht nicht raus sondern nur zurück zum Ausgangspunkt und konnte dann wieder ins Spiel. Es war eine Schlacht, keiner wurde verschont. Die Kugeln zischten nur so durch die Luft, das „Klacken“ der Druckluft Gewehre schallte durch die Nacht. Dann kam die Stille. Man spürte die Anspannung in der Luft…jeder wollte überleben!!! In dem Moment wo keiner mehr damit gerechnet hatte kam das erlösende Signalhorn und das Match war beendet. Alle waren erschöpft und gezeichnet von der Schlacht. Was für eine Erfahrung!!!
Freitag 28.03.2008


Dust in the Wind
Die Sonne hatte gerade ihre ersten Strahlen durch den morgendlichen Nebel gekämpft und ich wurde mehr oder weniger sanft von meinen Wecker aus dem Schlaf gerissen. Der Plan für den heutigen Tag stand fest. Das Telefon schellte…unser dicker fetter Toyota Land Cruiser wartete nur darauf durch die Wüste gejagt zu werden. So…jetzt noch mal alle Pippi machen und dann wird aufgesattelt. Treffpunkt war die letzte Tankstelle vor der Wüste. Nochmal voll tanken und dann ging es als Kolonne weiter zum eigentlichen Ziel. Bevor es richtig in die Wüste geht müssen noch ein paar Sachen vorbereitet werden. Meine zarten Erfahrungen die ich mit der Fahrweise von Jeeps hatte lagen weit unter dem Durchschnitt der heute verlangt wurde. Ich ließ mir erstmal, nur als Beifahrer, zeigen was alles mit so einem Jeep möglich ist. Schon beim losfahren war ich mir nicht mehr sicher ob das wirklich so eine gute Idee war. Adam hatte so einen furchtlosen Gesichtsausdruck und dieses grinsen. In den darauffolgenden Zehn Minuten hatte ich das Gefühl, mich an der Grenze des Physikalisch machbaren zu befinden. Beim aussteigen war mir eines sofort klar. Das will ich jetzt selber probieren!! Meine Knie waren noch etwas weich, doch ich wollte es jetzt wissen. Wie war das doch gleich...voll Gas auf den Berg zu fahren -- dann Verstand ausschalten und nach Gefühl fahren. Der Moment in dem Du quer zur Düne fährst läßt sich nur als Rauschzustand beschreiben. Du spürst wie das Adrenalin durch die Adern gepummt wird. Jetzt fühlte ich mich bereit , kein Hinderniss schien mir zu schwierig. Es ging die Dünen rauf und runter. Die Wüste verzeiht keine Fehler! Die Ausfälle kosteten uns viel wertvolle Zeit . Abgefahrene Reifen, auf der Dünen Kuppe hängen geblieben oder einfach nur unaufmerksam. Ohne unsere beiden wertvollen Wüstenfüchse (Daniel & Adam) hätten wir in den Dünen ganz schön Alt ausgesehen. Der Tag neigte sich dem Ende und wir uns dem letzten Ziel für heute, dem Grillplatz auf einen Berg in der Wüste. Vielleicht war es ein bischen vermessen für mich festzulegen das es Nachts in der Wüste nicht kalt wird. Denkste, ich saß da mit T-Shirt und kurzer Hose und konnte es nicht begreifen. Das Lagerfeuer war eine willkommene Aufwärmstelle wenn man gerne Rauch einatmet. Unser Feuerholz ging zu Ende und unsere Kondition auch.
die Wüste /Freitag 29.02.2008


Es geht weiter...
Seit meinen letzten Eintrag 05.06.2007 ist eine Menge Zeit ins Land gegangen. Wir schreiben jetzt schon das Jahr 2008 und ich fange endlich wieder an meine Internetpräsenz zu pflegen. Nach langer Wartezeit kann ich jetzt endlich wieder Arbeiten ;-)  Am 06.02. bekam ich den Anruf „Pack deine Sachen…Morgen geht dein Flieger!!!“ Da viel mir dann ganz spontan ein, Du wolltest doch letzte Woche schon mal anfangen alle deine Sachen zusammen zu suchen. Damit Ich wenn es soweit ist nicht mehr soviel Stress habe. Tja wie das so ist, irgendwas Wichtiges muss mir dazwischen gekommen sein das ich der Meinung war mein Vorhaben als weniger Wichtig einzustufen. Auf einmal musste ich Zeit aufholen…Koffer packen, schon verplante Zeit ersatzlos gestrichen und natürlich meiner kleinen Maus Tschüss sagen. Alles war fertig, Koffer gepackt und bereit im Auto verstaut zu werden. Ein letztes Mal die Koffer gewogen… aber was war das, ups, da haben sich aber ein paar Kilo zu viel eingeschlichen. So jetzt hast du Stress, Koffer auf und vermeintlich unwichtige Dinge auspacken. Die Zeit schien gegen mich zu arbeiten. Vor mir lagen noch zwei Stunden Fahrt in die Hauptstadt. Dort angekommen konnte ich erstmal Durchatmen. Nächster Morgen, ab ins Büro. Die letzten Sachen abholen... Visa Kopie, Reisepass und von den Kollegen „einen guten Flug“. Es lief alles nach Plan bis ich am "Check In" Schalter angekommen war. Die Aussage „Haben Sie nur diese Kopie von ihrem Visa“ verunsicherte mich schon ein wenig. Damit sollte es noch nicht genug gewesen sein. Bei Meinem Gepäck ging es weiter. Keiner wusste jetzt so genau wie das mit dem Umsteigen in München ist. Nach einiger Zeit der Ungewissheit wurde mir dann Glaubhaft versichert dass alles ohne Probleme ablaufen sollte. Mit einem halb erleichterten und skeptischen Gesicht begab ich mich dann auf die Reise. In Dubai angekommen und meiner Visa Kopie in der Hand sollte mir bald bewusst werden das ich damit NICHT weiter komme. Die Schlange an der Visums Ausgabe war etwas länger. Doch kein Vergleich zu der Schlange nebenan, bei den Indern und Philippinos. In meiner Schlange bekam jeder, gegen Vorlage der Visums Kopie, sein original Visum… NUR ich nicht!!! So nun Stand ich da. Ohne original Visum bekam ich nur ein nettes lächeln an der Passkontrolle, nicht mehr und nicht weniger. Zwei Stunden später hatte ich, wer auch immer das dann war, soweit belabert das er mir einen Stempel in meinen Pass gedrückt hat das ich endlich durch Tor 3 in die Freiheit gehen konnte. Ich war froh das der Tag nur 24h hat denn ich war trotz „schlafen“ im Flieger ziemlich am Ende.
Dubai/ Donnerstag ; 06.02.2008

>weiter in die Zukunft<
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